
Das Wetter und die Temperaturen deuten inzwischen auf Sommer hin. Damit erwachen auch Lebewesen, wie die Zecke, welche etwas Aufmerksamkeit benötigen. Zecken sind eine Ordnung der Milben, welche den Parasiten zugeordnet werden. Als solche ernähren sie sich vom Blut des Wirtes, in diesem Fall vom Blut der Wirbeltiere. Die Blutmenge ist hierbei jedoch nicht das Problem, vielmehr sind Zecken bekannte Überträger für einige Krankheiten. Als bekannteste seien hier Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) genannt. Das Robert-Koch-Institut hat Ende April eine Karte der FSME-Risikogebiete veröffentlicht, in der Bayern als Risiko, bis Hochrisikogebiet markiert ist. Um mit Zecken verbundene Probleme zu umgehen, möchten wir hier einige Tipps geben.
Vorbeugen ist die halbe Miete:
Zecken leben in Wäldern und auf Wiesen. Um einen Wirt zu finden, warten die meisten Zecken auf Gräsern bis jemand vorbeiläuft, an dem sie sich dann festhalten können. Dort einmal angekommen wandern sie am Körper des Wirts herum auf der Suche nach einer Stelle mit dünner Haut, wie man sie etwa in der Kniekehle oder unter der Achsel findet. Dort beißt sie sich fest und saugen sich voll.
Was tun, wenn die Zecke sich schon festgebissen hat?
Wenn man eine festgebissene Zecke bemerkt, sollte diese so schnell wie möglich entfernt werden. Hierzu gibt es verschiedene Werkzeuge, wie etwa Zeckenkarten oder -zangen, die nicht nur Haushalte mit Kindern oder Tieren haben sollten. Mit einem solchen Werkzeug soll die Zecke dann entfernt werden, ohne zusammengedrückt zu werden. Grund hierfür ist, dass selbst wenn die Zecke einen Krankheitserreger in sich trägt, diesen nicht zwangsläufig an den Wirt weiter gibt. Sollte die Zecke jedoch gequetscht werden, werden Flüssigkeiten,wie das ausgesaugte Blut, von der Zecke in den Wirt gedrückt und das Infektionsrisiko steigt erheblich. Auch aus diesem Grund wird davon abgeraten, die Zecke mit „Hausmitteln“ wie Öl zu entfernen, da diese der Zecke das Atmen erschweren und die Zecke so im Todeskampf durchaus etwas in den Wirt abgeben kann. Ist die Zecke dann entfernt, so sollte die Bissstelle im Auge behalten werden. Wenn diese übermäßig rot wird und anschwillt, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch können „einfache“ Symptome wie etwa starke Kopfschmerzen oder Übelkeit noch Wochen später auftreten. Auch in diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen und diesem die Symptome sowie den Zeckenbiss mitteilen.
Als Abschluss sei noch gesagt, dass auch Haustiere wie Hunde oder Katzen von Zecken befallen werden und auch diese regelmäßig auf Zecken kontrolliert werden sollten.